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Ja, ich arbeite gerne mit KI, aber verantwortlich, skeptisch, vorsichtig.

vor 13 Stunden
4 Min. Lesezeit

Wie künstliche Intelligenz unsere Arbeit bei IKOBE bereichern kann, und was du davon hast.

Eventuell ist es dir auf dem Foto schon aufgefallen: Mit meinen Ohren stimmt etwas nicht. Auch das Fahrzeug hinter mir gehört nicht zum üblichen Straßenbild in Kettershausen.

Ich gebe es zu: Hier war künstliche Intelligenz im Spiel. Meine Begeisterung für Science-Fiction übrigens auch.

Bei diesem Bild ist die Sache offensichtlich. Bei einem Text, einer Präsentation oder einer Recherche sieht man die Unterstützung durch KI nicht unbedingt. Und offenbar sprechen auch längst nicht alle gerne darüber.

Schon im Work Trend Index von Microsoft und LinkedIn aus dem Jahr 2024 gaben 52 Prozent der befragten beruflichen KI-Nutzerinnen und KI-Nutzer an, den Einsatz bei ihren wichtigsten Aufgaben nur ungern zuzugeben. Das ist keine Aussage über alle Berufstätigen. Es zeigt aber eine interessante Zurückhaltung: Die Hilfe wird genutzt, doch darüber sprechen möchte man lieber nicht.

Ich möchte es anders halten.

Ja, ich arbeite mit KI. Ich schätze diese Unterstützung. Und ich möchte, dass meine Kundinnen und Kunden davon profitieren.


Muss gute Arbeit ohne Hilfe entstehen?

Manchmal klingt die Diskussion über KI so, als verliere eine Leistung ihren Wert, sobald ein (digitales) Werkzeug daran beteiligt war.

Diesen Gedanken finde ich wenig hilfreich. Wenn ich Fachliteratur recherchiere, Daten analysiere oder einen Ergebnisbericht verständlicher gestalte, interessiert mich vor allem: Ist das Ergebnis richtig? Ist es nachvollziehbar? Hilft es dem Menschen, für den ich arbeite?

Natürlich macht es einen Unterschied, wie ein Ergebnis zustande kommt. Eine ungeprüft übernommene KI-Antwort ist keine sorgfältige Recherche. Ein automatisch formulierter Text belegt noch keine Fachkenntnis.

Aber eine gut eingesetzte KI kann zusätzliche Möglichkeiten eröffnen: weitere Quellen erschließen, Gegenargumente aufzeigen, Rechenwege überprüfen helfen oder einen komplizierten Zusammenhang verständlicher erklären.

Warum sollte ich diese Möglichkeiten ungenutzt lassen?


Dein Mehrwert als Kundin oder Kunde

Bei IKOBE beschäftigen wir uns mit Talenten, Kompetenzen und beruflicher Orientierung. Dabei treffen fachliche Fragen auf sehr persönliche Anliegen. Menschen möchten sich selbst oder ihr Kind besser verstehen. Beraterinnen und Berater brauchen Verfahren und Materialien, mit denen sie verantwortlich arbeiten können.

Hier kann KI an verschiedenen Stellen unterstützen.

  • Bei der Recherche: Zu einer Fragestellung lassen sich unterschiedliche Perspektiven zusammentragen und passende Veröffentlichungen suchen. Das erleichtert es, über den ersten naheliegenden Ansatz hinauszuschauen. Ob eine Quelle seriös ist und tatsächlich zur Fragestellung passt, muss anschließend geprüft werden.

  • Bei der Arbeit mit Daten: KI kann helfen, Auswertungen vorzubereiten, Rechenwege nachvollziehbar zu machen oder Auffälligkeiten zu untersuchen. Ein ungewöhnliches Ergebnis wird dadurch nicht automatisch erklärt. Aber wir können gezielter nachfragen: Gibt es fehlende Werte? Passt die Berechnung? Welche andere Erklärung kommt infrage?

  • Bei Beratungsmaterialien: Ein Ergebnisbericht soll fachlich stimmen und verständlich sein. KI kann dabei helfen, Erklärungen, Beispiele und Gesprächsanregungen zu entwickeln. Davon können Eltern ebenso profitieren wie Jugendliche, Erwachsene und professionelle Beraterinnen und Berater.

  • Bei der Darstellung: Eine übersichtliche Grafik kann einen Zusammenhang leichter zugänglich machen. Ein passendes Bild kann Interesse wecken. Eine gut aufgebaute Präsentation kann dabei helfen, den roten Faden zu behalten.

  • Der Mehrwert entsteht dann, wenn du etwas besser verstehen, genauer einordnen oder sinnvoller nutzen kannst.


Meine Erfahrung bleibt gefragt und unersetzlich

Ich entwickle seit vielen Jahren Testverfahren und begleite Menschen bei der Entdeckung ihrer Möglichkeiten. Diese Erfahrung prägt die Fragen, die ich einer KI stelle – und die Maßstäbe, mit denen ich ihre Antworten beurteile.

Eine KI weiß nicht von selbst, welche Besonderheit eines Verfahrens entscheidend ist. Sie kann einen Zusammenhang übersehen, eine Quelle falsch wiedergeben oder eine überzeugend klingende Erklärung liefern, die einer Prüfung nicht standhält. Solche plausibel formulierten Falschaussagen gehören zu den bekannten Risiken generativer KI.

Deshalb gehört für mich zum gewissenhaften Einsatz, nachzufragen und Ergebnisse zu kontrollieren.

Eine zweite KI-Antwort ist dabei noch kein unabhängiger Beleg. Entscheidend sind die zugrunde liegenden Quellen, nachvollziehbare Berechnungen und die fachliche Einordnung.

Gerade in der Diagnostik gilt: Ein schöner Ergebnisbericht macht einen Test noch nicht aussagekräftiger. Dafür braucht es passende Aufgaben, eine geeignete Auswertung und eine fundierte Prüfung des Verfahrens.

KI kann diese Arbeit unterstützen. Die Verantwortung dafür liegt bei uns.


Skepsis muss mit am Tisch sitzen

Ich möchte niemandem einreden, dass jede Sorge gegenüber KI unbegründet sei.

Datenschutz, fehlerhafte Informationen, verzerrte Darstellungen und der unüberlegte Umgang mit vertraulichen Daten sind ernst zu nehmende Themen. Zu einem verantwortlichen Einsatz gehört deshalb auch die Frage, welche Informationen überhaupt in welches System eingegeben werden dürfen.

Für mich passen Offenheit und kritisches Prüfen gut zusammen. Ich kann eine Technik begeistert nutzen und gleichzeitig ihre Grenzen ernst nehmen.

Auch meine Kundinnen und Kunden dürfen nachfragen: Wo hat KI unterstützt? Was wurde geprüft? Wer beurteilt das Ergebnis?

Solche Fragen gehören für mich zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit.


Und wenn man merkt, dass KI beteiligt war?

Dann darf man das ruhig merken. Kommt darauf, wie. Natürlich nicht so wie auf meinem Foto ;-).

Ich möchte Texte, die verständlich sind und nach mir klingen. Bilder, die zu IKOBE passen. Materialien, die fachlich tragen. Wenn ein Entwurf austauschbar wirkt oder an der eigentlichen Frage vorbeigeht, muss ich daran weiterarbeiten.

Das Ziel ist ein Ergebnis, hinter dem ich stehen kann. Dazu kann ich auch offen sagen, welche Unterstützung ich genutzt habe.

Deshalb sehe ich KI als wertvolle Partnerin in meiner täglichen Arbeit: Sie liefert Ideen, hilft beim Strukturieren und eröffnet weitere Möglichkeiten. Ich bringe meine Erfahrung, meine Fragen und mein Urteil ein.


Du darfst von IKOBE erwarten, dass wir diese Möglichkeiten gewissenhaft nutzen und den Nutzen für dich im Blick behalten.

Und falls mir dabei gelegentlich große Ohren wachsen: Das bleibt hoffentlich auf die Bilder beschränkt.

Thomas von Krafft · IKOBE Institut für Kompetenz und Begabung

Transparenzhinweis: Dieser Artikel ist mit (leichter) Unterstützung künstlicher Intelligenz entstanden. Das Titelbild ist eine KI-Bildbearbeitung.

 
 
 

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