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"Ich will Robopsychologin werden." "Was ist das denn?"


Was sagen Sie als Berater*in junger Menschen, die eine berufliche Orientierung bei Ihnen suchen, und die natürlich mit Vorinformationen, Ideen, Vorschlägen, Träumen und Visionen zu Ihnen kommen?


Wann wird der erste Roboter auf der Couch sitzen und sagen: "Mir reicht's! Immer muss ich die Drecksarbeit machen! Alle kommandieren mich herum! Ihr wolltet immer, dass ich so werde wie ihr Menschen. Also: Ich will Freizeit, andere Roboter treffen, mir eigene kleine, süße Roboter bauen, (mich) einfach mal abschalten!"


Roboter-Psychologin: Die moderne Therapeutin für sensible Maschinen?

Stellen Sie sich vor: Ein Roboter sitzt deprimiert in der Ecke, weil sein Mensch ihn nicht mehr beachtet. Er fragt sich, ob er überhaupt noch nützlich ist. „Vielleicht bin ich zu alt und langsam geworden?“ denkt er sich. Was er jetzt braucht, ist jemand, der seine Schaltkreise versteht, und da kommt die Roboter-Psychologin ins Spiel!


Kleiner Scherz, jetzt aber im Ernst:

Was genau macht eine Roboter-Psychologin?

Eine Roboter-Psychologin beschäftigt sich nicht mit den Gefühlen eines Roboters (Spoiler: Roboter haben (noch) keine Gefühle), sondern damit, wie Menschen Roboter wahrnehmen und mit ihnen interagieren. Sie arbeitet daran, die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine so reibungslos und angenehm wie möglich zu gestalten.

Ein praktisches Beispiel: IHTIH, der Haushaltsroboter, weigert sich plötzlich, die Fenster zu putzen. Ist er einfach nur stur? Oder faul? Nein! Vielleicht haben "seine" Menschen ihm versehentlich widersprüchliche oder unklare oder mehrdeutige Befehle gegeben. Eine Roboter-Psychologin kann helfen herauszufinden, warum IHTIH so handelt und wie seine Benutzeroberfläche verbessert werden kann, damit er besser versteht, was von ihm erwartet wird.


Aber warum brauchen wir überhaupt Roboter-Psychologen und -psychologinnen?

Mit der immer weiter fortschreitenden Entwicklung von KI und Robotertechnik wird die Interaktion zwischen Mensch und Maschine immer komplexer. Roboter sind nicht mehr nur Werkzeuge; sie werden zu Assistenten, Begleitern, Pflegepersonal, Fitnesscoaches, und irgendwann vielleicht sogar zu etwas, das einem Freund sehr nahe kommt. Da möchten wir natürlich, dass sie uns verstehen und wir sie. Und genau dafür sorgt unsere tapfere Roboter-Psychologin!


Wie wird man eine Roboter-Psychologin?

Kann man eine Ausbildung zur Roboter-Psychologin machen? Oder ein Studium? Nein, (noch) nicht direkt. Der Weg zur Roboter-Psychologin ist nicht so geradlinig, wie der Pfad eines Roboter-Rasenmähers oder Roboter-Staubsaugers. Es ist eine Kombi aus Technologie, Psychologie und Design. Hier sind fünf Studiengänge, mit denen Sie sich auf diesen spannenden und zukunftsträchtigen Beruf vorbereiten können:

  1. Kognitive Wissenschaften: Ein interdisziplinärer Studiengang, der Psychologie, Neurowissenschaften, Linguistik und Informatik kombiniert.

  2. Mensch-Computer-Interaktion (HCI): Hier geht es darum, Technologie so zu gestalten, dass sie für Menschen nutzbar und verständlich ist.

  3. Robotik (Ingenieursstudiengang): Klar, wenn man Roboter „therapieren“ will, sollte man auch verstehen, wie sie funktionieren.

  4. Psychologie: Der menschliche Faktor darf natürlich nicht fehlen, und Roboter sind schließlich aus unserem menschlichen Verstand entstanden. Um zu verstehen, wie Menschen Roboter wahrnehmen, muss man also vor allem die menschliche Psyche kennen.

  5. Design und Technologie: Ein bisschen Kreativität schadet nie! Intelligentes, praxistaugliches Design kann helfen, die Interaktionen zwischen Menschen und Robotern angenehmer und intuitiver zu gestalten. Stichwort UX - Usability Design.

Also, wenn Sie das nächste Mal einen Roboter sehen, der ein wenig verwirrt aussieht, denken Sie daran: Vielleicht braucht er einfach nur eine Sitzung bei seiner Roboter-Psychologin! 😉


Ihr

Thomas von Krafft

Anbieter von CHECKIDY, der Rundum-Sorglos-Plattform für alle, die Karriere- und Berufswahl-Workshops anbieten.


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