• Thomas von Krafft

Spielwarenmesse Nürnberg 2019: Wer spielt? - Wir sind verwirrt, verzückt, verstimmt ... 🤔😍🤢


IKOBE auf der Spielwarenmesse Nürnberg

IKOBE Blog Artikel 6: IKOBE - Hilfe, die Pädagogen kommen!

Dieser Artikel ist für alle gedacht, die Kinder haben, die mit Kindern arbeiten oder für Kinder etwas entwickeln.


Meine Frau Melanie und ich waren am Freitag, 1. Februar, auf der #Spielwarenmesse in Nürnberg, der größten ihrer Art auf der Welt (!). So eine Veranstaltung bietet viele Gelegenheiten, auf pädagogische Themen einzugehen.

Natürlich sind wir in erster Linie dort als "Fachbesucher", also Pädagogen/Sozialpädagogen, aber auch als Eltern und interessierte Bürger.

Die Messe ist riesig, und man schafft unmöglich alles an einem Tag, darum haben wir uns auf den immer größer werdenden und neu konzipierten Bereich Electronics, auf #Lernspiele/#Lernsoftware, auf Sport und Holzspielzeug konzentriert.


Spielzeug der Welt im Jahr 2019/2020


Spannend ist, sich mal Ideen, Neuentwicklungen und Trends aus der ganzen Welt anzuschauen. Mir ist aufgefallen, dass die Chinesen besonders technikbegeistert sind. Fast alle Anbieter von Drohnen und Robotern waren chinesische Hersteller. Von wegen die Chinesen klauen nur unser Know-How! Ich glaube, da muss man langsam etwas umdenken.


New best friend oder Alles-Besser-Wisser?

Your new best friends! Roboter, die (fast) alles können. Sie tanzen (mehr schlecht als recht), singen und streamen für dich. Natürlich haben sie das gesamte Google-Wissen parat und lösen auch sonst jede Aufgabe. Ich fürchte, als Schulbegleiter werden sie so bald nicht zugelassen😉.

Sind sie in der Lage, im Kind Begeisterung zu wecken?





Immer etwas unheimlich - little big brother

Tja, die Drohne als Spielzeug. Pädagogen wurden hier nicht gefragt, da bin ich sicher. Als solcher würde ich durchaus die Frage stellen: Sind #Drohnen Spielzeug?










Beeindruckend, aber auch etwas beunruhigend ist für mich, wie weit die Technik bereits ist. Und das, was wir hier sehen, ist "#Spielzeug". Wie weit ist das US-amerikanische Militär?

Hier #Minivideos, die ich gedreht habe. Den #Roboter kann man selbst zusammenbauen und programmieren. In Kürze kommen Haushalts- und #Kinderzimmerdrohnen auf den Markt, die man mit Hand- und #Fingerbewegungen steuern kann.


Meine momentane Einschätzung zu Drohnen:

Ich kenne sie aus den Nachrichten, wo sie als Killer- oder zumindest militärische Drohnen unbemannt, oft tausende Kilometer von der Steuerzentrale entfernt Ziele zerstören. Ich kenne sie als nützliche Helfer z. B. für fantastische Tierfilme, aber auch als gefährliches Instrument, mit dem sich ganze Flughäfen lahmlegen lassen. Vielleicht bringen uns Drohnen bald mal unsere Pakete, oder sie transportieren uns sogar als Lufttaxis (wie bald in Dubai) von A nach B.

Mir fällt es aber schwer, sie mir als #Kinderspielzeug vorzustellen. Ich bin offen für Ideen, aber was bitte sollen Kinder damit machen (ohne dabei irgendwelche Regeln zu brechen)?


Ein kurzer Ausflug zu Holz und Eisenbahn


Beeindruckend fand ich einige filigrane #Holzspielsachen aus osteuropäischen Ländern, z. B. eine sehr schöne Eisenbahn aus Polen, die den ganzen Tag ihre Runden drehte. Sie bestand aus Hunderten kleiner, fein gearbeiteter Holzelemente, ein echtes #Kunstwerk. Ich habe mich allerdings gefragt, was Kinder damit genau machen sollen.



Die Deutschen glänzten wie seit vielen Jahren bei den klassischen elektrischen Eisenbahnen. Unfassbar, welche Welten da erschaffen werden! Man hat den Eindruck, dass die Landschaften immer noch detailgetreuer und liebevoller gestaltet werden. Es halten nicht nur Züge an Bahnhöfen, fahren durch Tunnel oder über Brücken, sondern auch Autos bewegen sich wie von Zauberhand entlang versenkter Leitungen über schöne Straßen (ohne Schlaglöcher!). Schön anzuschauen!


Einschub: Mein Opa und die Eisenbahn.🧐🚂❤


Ich kann mich erinnern (da war ich vielleicht 11 Jahre alt), dass mir mein Opa eine elektrische Eisenbahn zu Weihnachten geschenkt hat. Er hatte monatelang gebaut, geklebt, gesägt, verlegt, verkabelt, geleimt, gemalt, angeschlossen, verdrahtet, elektrifiziert und getestet. Eine Wahnsinnsleistung! Sie war am Ende sehr schön, diese Eisenbahn, und mein Opa war zurecht sehr stolz und glücklich bei der Übergabe dieses kostbaren Geschenks.

Aber, oh weh, du ahnst, liebe Leserin, lieber Leser, mir ging es leider gar nicht so, meine Augen haben nicht so geleuchtet wie die von Opa. Die Bahn fuhr zweimal ihre Runde, und schon begann unweigerlich Langeweile in mir aufzusteigen. Ich rang sie nieder, so gut es ging, fühlte mich schrecklich, konnte aber auch nicht wirklich etwas dafür. Die Möglichkeiten für einen quirligen 11jährigen voller Tatendrang waren entsetzlich begrenzt. An. Aus. Vorwärts. rückwärts. Hm.

Mein Opa war großartig und eine der wichtigsten Personen in meinem Leben, aber die Eisenbahn stand die nächsten 20 Jahre auf dem Dachboden und wurde danach (weit unter Preis!) verkauft. Ich werde, da mein Opa und ich sicher nicht die einzigen sind, die das so erlebt haben, diesen Umstand mal pädagogisch beleuchten, vielleicht schon in einem der nächsten Artikel. Ich bin überzeugt: Das geht für beide besser!


Des Deutschen liebstes Kind

- ist nicht das Kind, sondern das Auto 😳🚗


Auch bei den Autos waren unserem Eindruck nach die Deutschen ziemlich weit vorne dabei. Natürlich! Obwohl der Ruf bei den "echten" Fahrzeugen in den letzten Jahren seit 2015 etwas gelitten hat: die Miniaturkarossen für die Kids sehen nicht nur fantastisch aus, sondern fahren ausnahmslos elektrisch! Da geht´s! Hier kurven Porsche, BMW, Audi, Mercedes und auch alle anderen, die etwas auf sich halten, fast lautlos und komplett abgasfrei durch die Hallen.


Nur, bitte, liebe Hersteller - und hier produzieren die neuronalen Verdrahtungen meines Pädagogenhirns so viel Strom wie eine Offshore-Windanlage -: Was ist das? Sind das wirklich die richtigen Botschaften für die nächste Generation? Dicke Luxuskarossen von der Wiege bis zur Bahre?

Auf meine Frage hin haben Sie fast immer gleich geantwortet: "Kinder wollen haben, was Papa hat, und wollen machen, was Papa macht (wahrscheinlich auch Mama, aber meistens Papa)"


Luxuskarossen für die Kleinen - Spielwarenmesse Nürnberg

Bescheidene Fragen:

  • Was macht das Kind hier wirklich aktiv?

  • Wo fährt man mit so was, im Kinderzimmer? Eher enge Kreise, oder?

  • Was machen die Freunde in der Zeit?

  • Welche Muskeln werden genau trainiert? (na gut, ich gebe zu, jetzt werde ich ein bisschen zynisch)


Bobbycar war gestern



Welches Kind läuft da noch zu Fuß?

  • Fahrradfahren ist auch cool, echt, extrem cool (und hat noch ein paar andere klitzekleine Vorzüge, ungefähr 1000!)

  • Ich habe nicht gefragt, wie schnell die fahren, aber ich denke, nicht schneller als 10 km/h. Wie aufregend!




Plastik-Krims-Krams ohne Ende


Ernüchtert hat mich, festzustellen, dass - auch europäische - Großhändler immer noch bergeweise Artikel aus dem 1-, 2- oder 5 € - Bereich anbieten. Vieles davon einfach verzichtbar, hässlich, billig sowieso.

Hey, Leute, wie war das mit: "Den Kindern ein Vorbild!" ?

Ressourcenschonung, Nachhaltigkeit, Müllvermeidung, plastic planet, war da was?

Greta Thunberg, die 16jährige Schülerin aus Schweden, ruft gerade zum Schülerstreik auf. Warum? Weil die junge Generation es ANDERS machen will, und uns etwas Älteren vorwirft, immer noch unglaublich viel falsch zu machen, rücksichtslos und auf Kosten unserer Kinder und Enkel zu leben, unermesslich viel Schaden anzurichten, einfach kaum dazu zu lernen.

Ich finde, eine Spielwarenmesse könnte da mit einem gewissen Anspruch rangehen.


Lern, Software! - Digitalisierung, aber wie?


Na, klar bricht jetzt gerade der große Hype aus! Nicht nur, weil die technische Entwicklung unglaublich voranschreitet und es erlaubt, sondern vor allem auch, weil jetzt die Digitalisierung der Schulen ernsthaft diskutiert wird. Da wolln´se alle ran!

Das Feld ist zu weit, um es umfassend zu besprechen, deswegen ein paar exemplarische Beobachtungen.


Smartphonification:

Fast alles aus dem Electronics- und Softwarebereich ist so angelegt, dass es über Apps und Touchscreen, also auch und vor allem vom Smartphone aus gesteuert wird. Ich schließe daraus, dass das Smartphone bei der Digitalisierung neben den Tablets eine große Rolle spielen muss. Gleichzeitig ist das Smartphone aber auch Thema einer Diskussion über seine Abschaffung, weil Kinder angeblich

  • zuviel Zeit damit verbringen

  • die falschen Sachen damit machen

  • ihr Sozialleben vernachlässigen

  • süchtig nach Nachrichten werden (nicht nach DEN Nachrichten, sondern nach Kurz- und Sprachnachrichten von anderen unsozialen Individuen)

  • deformierte Daumen bekommen

  • mit dem Kopf Laternenpfähle und anderes rammen

Ich stelle es mir schwierig vor, das zu trennen: Welche App ist die richtige, welche erlaubt, welche nicht, welche wird gebraucht, welche ist böse? Mit welcher beschäftigen sich die Schüler*innen gerade? Und wenn sie sich mit dem richtigen Programm beschäftigen, was machen sie gleichzeitig noch, wenn die Lehrerin/der Lehrer wegschaut?


Gamification:

Natürlich ist der Gedanke nachvollziehbar, sinnvolle, notwendige Lerninhalte wie etwas aufzubereiten, das die Kinder sowieso fast die ganze Zeit und völlig freiwillig machen: daddeln, spielen, zocken.

Und wirklich, Lernsoftware funktioniert oft wie ein Spiel: mit Avataren, Levels, verschiedenen Welten, Credits und Rankings. Alles super, ich glaube, auf vielen Gebieten lässt sich da wirklich was erzielen. Andererseits: wie sieht eine Welt aus, in der fast alles diesen Spielecharakter hat? Ich finde, wir sollten parallel auch immer überlegen, wie wir es anders machen würden. Nicht vergessen, wie und dass Unterricht und Wissensvermittlung auch in der dinglichen, realen Welt funktioniert.


Die Sinne ansprechen - digital und analog! Ein passabler Versuch:

Eine Kindergarten- und Schul-Software ist mir besonders aufgefallen. Sie vermittelt physikalische Phänomene wie Temperatur, Akustik, Magnetismus, Strom, Säuregehalt, Lautstärke und mehr per Computerprogramm und mitgelieferter Ausrüstung (Sensoren, Messgeräte).

Am Computer wird ein Bereich gewählt, dann gibt es Fragen und Spiele dazu, parallel wird gemessen, z. B. Temperatur in der Eiskugel, Stromstärke der Taschenlampen-Batterie, Lautstärke des Autoverkehrs vor dem Haus usw.

Also, ich würde sagen, wenn das Ganze kombiniert wird mit echten Exkursionen nach draußen (brrrr, 2°, mir ist kalt, puh, 31°, mir ist heiß, uiih, hier ist es aber laut, wow, der Magnet ist aber stark usw.), dann kann das durchaus sinnvoll sein. Ich habe es gespielt und fand, dass die Sensoren gut arbeiten, die Darstellung des Gemessenen am Bildschirm und die Einbindung in das Spiel gut funktionieren. Das wäre aus meiner Sicht eine einigermaßen sinnvolle Kombination aus naturwissenschaftlichem Lernen und Digitalisierung.

Die Software gibt es noch nicht auf Deutsch (wie schon gesagt, wir werfen hier einen Blick in die nahe Zukunft). Wer es mal anschauen möchte, hier der Link: savanto.fr


Nette kleine Gimmicks 🤗


Neben den großen Strömungen und effektvollen Neuigkeiten gibt es auch ganz kleine, nette Sachen, die aber meiner Ansicht nach auch geeignet sind, Kinderherzen höher schlagen zu lassen.

  1. Abenteuer Kinderzimmer: einfache Zelte mit Aufdruck, simpel und schnell aufzustellen. Feuerwehrstation, Schloss, Turm, Krankenhaus, sofort ist man in einer anderen Welt. Miniaufwand, große Wirkung. Nett!

  2. Mein Gute-Nacht-Beamer: Ein kleines Gerät, das wie eine Lupe aussieht, wird auf das Smartphone oder Tablet gesteckt, dort, wo die Taschenlampe leuchtet. In das Aufsteckgerät (sorry, ich habe noch keinen besseren Namen) werden verschiedene Bilderfolgen geschoben, die dann mit Hilfe der Smartphone-Taschenlampe an die Wand gegenüber oder an die Decke projiziert werden. Sie bebildern eine Gute-Nacht-Geschichte, die parallel dazu erzählt wird. Toller Effekt! Ich würde mir wünschen, dass bald ein Gerät entwickelt wird, das ALLE Inhalte des Handys oder Tablets wie ein Beamer an die Wand projizieren kann. Bis jetzt kann man nämlich nur die mitgelieferten Bilderfolgen nutzen.


Positive Highlights zum Schluss 👍


Ach ja, richtig! Natürlich gibt es auch wirklich gute, schöne, interessante "Spielsachen", an denen es kaum etwas zu meckern gibt.

Hier ein paar Beispiele, die uns positiv aufgefallen sind:


Best iron friends, robuste Fahrgeräte:

Es gibt sie noch, die Zwei- und Dreiräder, die Gelände-Go-Karts, die fast alles mitmachen, einfach, stabil, Begleiter für Jahre. Hier ist Action angesagt, hier muss man sich anstrengen, schwitzen, plagen, aber man wird reich belohnt.

Einfach, unverwüstlich, super - Fahrgeräte für Aktive!

Es gibt mehrere Hersteller, die man sich alle anschauen sollte. Besonders aufgefallen ist uns in Nürnberg die Firma Winther und ihr Spruch "learning by moving".


Besonderer Vorteil: Kinder sind aktiv! Muskeln und Motorik werden trainiert, Action ist garantiert. Am meisten Spaß macht es mit Freunden.





So geht Schnorcheln ab dem Jahr 2020

Mini-U-Boot, Diving Robot:

Es gibt mehrere Anbieter, aber dieses Modell sieht besonders spaceig aus. Muss das nicht ein irres Gefühl sein, wie mit einem Unterwassermotorrad durch "unbekannte Regionen" zu pflügen? Sicher, mit Flossen und Muskelkraft geht´s auch, aber dieses Teil macht einfach Spaß!






Da wird es bald heißen: "Jetzt ist aber Schluss mit Zähneputzen!"

Brush + Play:

Ein Wiener Unternehmen hat eine App entwickelt, die mit der Zahnbürste (ja, der Zahnbürste!) verbunden ist. Sie überwacht das Zähneputzen und unterhält die Kids in dieser Zeit. Zur Not spricht die Bürste auch mit den Kids: "Hey, ich glaube, hinten links warst du noch nicht!"

Wirkt zunächst ein bisschen gaga - Hallo, Zähneputzen! -, aber es ist wirklich durchdacht. Ein Besuch auf der Webseite lohnt sich!








Bauen und Konstruieren:

Lieber Arm ab als arm dran? Nein, ist nicht nötig. Ich möchte hier keine bestimmte Firma nennen, sondern insgesamt dafür werben, sich mit Konstruktionsspielzeug zu beschäftigen. Da gibt es fantastische Möglichkeiten. Es muss nicht gleich der Cyborg-Krieger hinter mir sein.

Nein, vom Miniset über die perfekte Hängebrückenkonstruktion und den Riesenhubschrauber bis zum Eiffelturm (fast in Originalgröße😉) gibt es alles. Spannend! Kritisieren würde ich, dass vieles bereits vorgefertigt ist, also mehr oder weniger ein Malen nach Zahlen: das Teil kommt da hin und das kommt dahin, so, fertig.

Mehr Freiheit wagen, liebe Firmen!





Stell´ dir vor, du hast Lust zu malen und du darfst (fast) alles bemalen, was dir in die Quere kommt.

Notizen, Zeichnungen, Farbenrausch:

Mit diesen Innovationen hat "Halt, nicht auf dem Tisch, nimm´ dir ein Stück Papier!" ein Ende.

Die einen Teile sehen aus wie Federmäppchen. Die äußere Hülle ist abwischbar und als Unterlage für die Brotzeit gedacht. Innen sind mehrere Lagen eines flexiblen schwarzen Materials wie in einem Buch angeordnet, das mit speziellen Ölkreiden bemalt und ganz leicht wieder abgewischt werden kann. Die Kids können praktisch ungebremst und ungehindert ihren Ideen freien Lauf lassen. Außerdem bietet die Firma eine Art Folie, mit der alles beklebt werden kann und die überall hält. Mit ihr kann man das ganze Zimmer bekleben und es wird dadurch zum Malparadies, unempfindlich, abwischbar. Creativity: GO!



Der Robotrainer für Buchstaben, Zahlen, Mathematik, Zeichnen und mehr ...

ROBO_TEACHER:

Ich weiß, was ihr denkt. Nein, dieses herumfuchtelnde Ding wird NICHT Erzieher*innen und Lehrer*innen, schon gar nicht Eltern ersetzen können!

Aber wir waren wirklich überrascht, wie angenehm dieser kleine Kamerad ist und wie gut das Ganze gemacht ist. Die Kids sind begeistert. Teachy (so nenne ich ihn, das kann ein Jungen- oder Mädchenname sein) malt etwas, z. B. einen Buchstaben oder eine Zahl für die ganz Kleinen. Dann hört er sich an, ob der Buchstabe richtig erkannt wurde. Anschließend kann man auch gleich versuchen, es nachzumalen. Mit anderen Aufgaben ist es genauso. Die Unterlage, auf der Teachy malt, kann man unendlich oft abwischen, kein Papierverbrauch nötig. Teachy zeichnet, und wir antworten und malen auch. Bei den Zeichnungen ist interessant, egal, wie komplex sie sind, Teachy zeigt Schritt für Schritt, wie es geht. Niemand muss sich überfordert fühlen.




Zwischenbilanz Spielwarenbranche 2019


Vorbemerkung zur Ökologie:

Gleich vorweg: Nach meiner Einschätzung ist die Ökobilanz der Spielwarenbranche insgesamt - mit wenigen Ausnahmen - eine Katastrophe.

  • Bereits die Kleinsten werden auf das Fahren von SUVs getrimmt: ein Zwei-Tonnen-Monstrum fährt einen einzelnen Menschen durch die Gegend. Genau das, was wir in Zukunft brauchen.

  • Nach wie vor gibt es Berge von Billig-Krims-Krams, meist aus Plastik, Herkunft unbekannt, Herstellungsbedingungen unbekannt, Entsorgungsmöglichkeiten unbekannt. Von vorgestern!

  • Wenn man die Firmen anspricht, können die wenigsten irgendetwas sagen über die Materialien, aus denen ihr Spielzeug hergestellt wurde, über die Herstellungsländer und -bedingungen. Hallo, aufwachen!

  • Ein ökologisches Bewusstsein existiert kaum. Auf die Frage "Was tun Sie z. B., um den Material- und Ressourcenverbrauch zu senken?", kommen Reaktionen nach dem Motto frei nach Otto Walkes "Ich könnte Ihnen Tausend Punkte nennen, wenn ich nur welche wüsste."

  • Es ist schon bemerkenswert, dass eine Branche, die einen derart starken Einfluss auf die kommende Generation hat, so wenig in dieser Hinsicht als Vorbild und Vorreiter auftritt. Sie könnten Maßstäbe setzen! Wann ist es soweit?

Eine Ausnahme möchte ich nennen - es gibt einige positive Ausnahmen: Der Stofftierhersteller Senger. Alle Produkte sind konsequent ökologisch, aber auch ästhetisch, süß und knuddelig. Wunderbar!

Senger macht´s vor: für die Kinder geht nur konsequent ökologisch. Was sonst?

Weniger ist mehr. Bei Senger geht Qualität vor Quantität. Der Hase, mit dem sie vor über 20 Jahren gestartet sind, erfreut sich immer noch größter Beliebtheit.

Da passt unser Adoptiv-Stoffhund Kalli ganz gut dazu.








Man merkt die Qualität und die Unbedenklichkeit des Materials beim ersten Anfassen. Wir wissen, die Kleinsten nehmen alles in den Mund. Damit ist eigentlich alles gesagt.









Pädagogik, Didaktik:

Worum geht es bei den so genannten "Spielsachen"?

In den ersten drei besonders prägsamen Jahren, aber auch noch bis zum Aufkommen des abstrakten Denkens mit ca. 8 Jahren, oder sagen wir, in den ersten 10 bis 12 Jahren, ist der Mensch ein Schwamm, der alles begierig aufsaugt. Das schlimmste für die Entwicklung in dieser Zeit ist die Abwesenheit von Anregungen und Neuem.

Dazu gehören:

  • Sehen

  • Hören

  • Riechen

  • Fühlen

  • Schmecken

  • Ausprobieren

  • Begreifen

  • Anfassen

  • Staunen

  • Erleben

  • Erfolg und Misserfolg

  • Trial and Error

  • Vorhersagen treffen und sie überprüfen

  • Scheitern, nochmal probieren

  • Falsch liegen, korrigieren

  • Experimentieren

  • Lernen

  • Wachsen

Das alles bedeutet Entwicklung, Fortschritt, Dazulernen. Wenn ein Spielzeug sinnvoll sein soll - und fast alle Hersteller behaupten, ihre Produkte seien sinnvoll -, muss es einige, besser viele dieser Aspekte erfüllen. Die Charakteristik des sinnvollen Spiels ist "Lernen durch Tun!"


Gerade im Hinblick darauf fällt mein Fazit 2019 gemischt aus:

  • Es werden viele falsche Anreize gesetzt (Produkte, die bereits ein Vorgriff auf ein Leben in Verschwendung, Luxus und Convenience sind)

  • Zu viele fertige Produkte, die im ersten Moment gerade noch einen Aha-Effekt auslösen, mit denen sich aber dann wenig anfangen lässt (Kugelbahn-Bausatz). Kids machen das zweimal, finden es nett, und dann?

  • Produkte, in denen die Kreativität der Entwickler steckt, die aber kaum Kreativität bei den Kindern wecken und fördern

  • viele Produkte ohne Nutzen, Glitzereffekte, Blinken hier, Piepsen dort, und dann?


Huch, erwischt! Ganz in meinem Element, dem Bällchenbad. Meine Frau Melanie weiß einfach, wo sie mich suchen muss 😉.


Schreibt mir eure Meinung

Bis demnächst

Euer TvK


#ElectronicLearning

#VirtualPlay

#RCToys

#RobotToys

In meinem Blog beschäftige ich mich mit den Themen Talent, Talententdeckung, Talentförderung, Intelligenz, besondere Fähigkeiten. Ich schreibe hier weniger für Wissenschaftler, sondern für praktisch Tätige, Lehrer*innen, Eltern, Ausbilder*innen, Berater*innen, Coaches, Trainer*innen, aber auch Entwickler*innen z. B. für Kinderspielzeug und Lernmittel.


Was wir bei IKOBE zur #Talententdeckung beisteuern:

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Außerdem biete ich in diesem Blog nach und nach viele Informationen zu den Themen Talent, Begabung, #Talentförderung, #Entwicklung, #Schulwahl/-noten/-probleme, #Diagnostik, Tools und vieles mehr. Bleib´ dran und besuch´ uns regelmäßig. Es lohnt sich!

Überblick

Auszeichnung:

Für unser Kompetenzfeststellungsverfahren für geflüchtete Menschen check.work

Die Gesellschaft für Pädagogik, Information und Medien e.V. (GPI) fördert seit 1995 mit Comenius-EduMedia-Auszeichnungen pädagogisch, inhaltlich und gestalterisch herausragende IKT-basierte Bildungsmedien (Didaktische und allgemeine Multimediaprodukte, Lehr- und Lernmanagement-systeme, kompetenzförderliche Computerspiele).

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